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Teil 2 - Über Hamster und Mutanten

Auf der anderen Straßenseite des Luisenparks steht seit 1990 das Technoseum Mannheim, ein weißer, mächtiger Bau, der auf mich immer wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff wirkt, das auf Grund gelaufen ist. Hier lässt sich wahrlich die Zeit vergessen, so viel gibt es zu bestaunen, zu entdecken und auszuprobieren. Und wer denkt, dieses Museum wäre nur für Kinder interessant, irrt! Schon im Eingangsbereich imponiert "Die Zähmung der Dampfkraft". Eine Skulptur halb Mensch halb Maschine - einem Mutanten gleich.

Vor dem Technoseum befindet sich ein kleiner naturbelassener Park mit Teich, der zum Verweilen einlädt. Doch Obacht, hier zieht noch die hauseigene Feldbahn ihre Kreise.

Zwischen Luisenpark und Carl-Benz-Stadion, Teil eines größeren Sportparks, führt eine Straße an der städtischen Gärtnerei vorbei und schlängelt sich in Richtung Neckar. 

Das Technoseum ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Am Hans-Reschke-Ufer, parallel zu den Straßenbahnschienen verläuft der Weg rechts nach Neuostheim. Hinter der Riedbahnbrücke geht es die 2. rechts in die Leiblstraße, dann einmal im Uhrzeigersinn ums Carée, vorbei an einem wunderschönen Garten an der Feuerbachstraße, der von liebevoll restaurierten Reihenhäuser umsäumt wird.

Nach der kleinen Runde führt ein Weg hoch auf den Damm. Hier am Paul-Martin-Ufer reiht sich wieder eine Villa nach der anderen ein.

Hinter der Straßenbahnhaltestelle „Neuostheim“ verläuft die Tour nach über-queren der Schienen an Deutschlands gefährlichsten Flughafen vorbei. Der Mannheimer City Airport ist immer mal wieder in der Bevölkerung in der Diskussion. Zu nah an der Stadt, heißt es dann, die Landebahn zu knapp bemessen, hohes Lärmaufkommen und wirtschaftlich fragwürdig, zumal der Betrieb schon einmal in der Vergangenheit insolvent war. 

 

Idylle pur: Die Feuerbachstraße in Neuostheim

Unter der Brücke durch und rechts am Hotel in die Hans-Thoma Straße führt der Weg kurz nach der KITA rechts in die Felder. In der flachen Ebene findet sich nur selten ein schattenspendender Baum und doch, nahe des Maimarkt-geländes und der Autobahn 656, trifft man im Bösfeld auf einen Mannheimer Bewohner, der sich ganz offensichtlich hier im Nirgendwo einfach nur prächtig fühlt. Der Feldhamster. Die Nagetiere stehen in Deutschland auf der Roten Liste und die Stadt Mannheim hat es sich, in Kooperation mit dem Heidelberger Zoo, zur Aufgabe gemacht, dem entgegen zu wirken. Mit Erfolg, wie die vergangenen Jahre hier auf dem Bösfeld zeigen, die Population steigt und der Feldhamster breitet sich aus. Er ist übrigens einer von 4 tierischen Mitbewohner, die ich eng mit Mannheim verbinde und über die ich noch in diesem Blog schreiben werde. Auch in unmittelbarer Nachbarschaft des Hamsters: Die SAP-Arena. 

 

Noch mehr Idylle: Das Bösfeld im Mannheimer Osten

Ihre Realisierung ist für Mannheim eine Erfolgsgeschichte. Nicht nur das die Adler und die Löwen hier ihre Spiele haben, hochkarätige Popstars aus der ganzen Welt treten auf und bringen uns viele Touristen in die Stadt. 

Richtung Arena, dann links um sie herum und unter der Brücke durch, geht es rechts an Neuhermsheim vorbei durch eine Kleingartenanlage. Dahinter steht am Mannheimer Entrée in fetten Lettern der Name unserer Stadt. Aber so fett der Schriftzug auch ist, von der A656 kommend hat man mit dem Auto nach gut 6km Mannheim durchquert. Von Süd nach Nord wiederum dauert die Strecke vom Rheinauer See über die Quadrate bis nach Kirschgartshausen ca. 40 Minuten und ist 24km lang.  

 

 

 

 

Die SAP-Arena am Bösfeld zwischen Rangierbahnhof und Maimarkt

Die stark befahrene Wilhelm-Varnholt-Allee lässt sich nicht vermeiden, wenn man zum Planetarium möchte. Aber der Schlenker durchs Fahrlach mit dem Großmarkt entspannt wieder. In den allerfrühsten Morgenstunden herrscht hier reges Treiben, wie an keiner anderen Stelle in Mannheim um diese Uhrzeit. Ein faszinierendes Schauspiel.

Kleines Stück weiter auf der rechten Seite befindet sich auf dem Europaplatz das Planetarium. Der Bau gleicht einer Pyramide in Anlehnung an die noch erhaltene Pyramide im Kaiser-Wilhelm-Hafen, die dem kurfürstlichen Astronom Christian Mayer von der Alten Sternwarte in A4 zur Bemessung der Sterne diente. Aufgrund der langen astronomischen Tradition in Mannheim planen die Freunde und Förderer auf der Augustaanlage ein begehbares, interaktives Sonnensystem, die sogenannte Planetenallee.

 

Planetarium auf dem Europaplatz - von Oktober bis März gastiert hier auch das erfolgreiche Radio Regenbogen Harald Wohlfahrt Palazzo

2. Streckenabschnitt der Route: Im Stile der Jugend

01   Technosuseum in der Museumsstraße 1, Zugang vom Friedensplatz aus

02   Carl-Benz-Stadion in der Theodor-Heuss-Anlage 20

03   Garten an der Feuerbachstraße in Neuostheim

04   City Airport Mannheim

05   Bösfeld

06   SAP-Arena, An der Arena 1

07   Entrée der Stadt Mannheim, Wilhelm-Varnholt-Allee

08   Gewerbegebiet Fahrlach, Großmarkt in der Gottlieb-Daimler-Straße 14

09   Planetarium auf dem Europaplatz

 

 

Reine Fahrtzeit der gesamten Strecke: ca. 1 Std. und 30 Min.

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