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Teil 2 - Über schöne Künste und beste Aussichten

Vor G6 vis á vis des Swanseaplatzes, eine Grünfläche mit einem großen Kinderspielplatz und Schatten spendenden Bäumen, geht der Rundweg links ab zum Museumsquartier, der Teil der Quadrate mit einem vergleichbarem hohen Bestand historischer Gebäude. Doch vorher der Hinweis, dass weiter geradeaus nach dem Überqueren des Luisenrings Mannheims Ausgehmeile, das Hafenviertel Jungbusch am Verbindungskanal, gerade in den Abendstunden mit einem breitem gastronomischen Angebot aufwartet. Schon hier vom Filsbach-Quartier aus sind auf dem Weg dorthin einige attraktive Bars und Restaurants. Meist junge Mannheimer Unternehmerinnen und Unternehmer überzeugen mit geschmackvoller Inneneinrichtung, guten Drinks und leckerem Essen.

Und noch ein kleiner Geheimtipp wartet hier am Swanseaplatz entdeckt zu werden. Mannheims wohl letzte Gasse. Bei den Theaterfreunden nicht unbekannt, da hier das Theaterhaus in G7 beheimatet ist. Zugang der Gasse ist ein Torbogen, der sich zwischen G6 und G7 befindet.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf ein Wohnhaus in Mannheims letzter Gasse.

Vis á vis das Theaterhaus in G7 - Spielplan unter: www.tig7.de

Richtung Museumsquartier geht der Weg durch eine Siedlung mit Zweckbauten aus den 1960er Jahren, die der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft (GBG) gehören. Das Besondere ist, dass sich hier einige der 2 Dutzend Murals (großformatige Wandgemälde) namhafter Street Art Künstler aus aller Welt, befinden. Zwischen den Quadraten F5 und F6 sollte also auf jeden Fall der Blick nach links und rechts gerichtet werden!

Stadt.Wand.Kunst, so der Name des Projekts, wurde von der Alten Feuerwache Mannheim initiiert. Jährlich entstehen neue Murals und bereichern das Stadtbild. Das größte Mural Deutschlands findet man im Stadtteil Vogelstang. Ein weiteres vom bekannten Mannheimer Illustrator Mehrdad Zaeri und Fotografin und Lebenspartnerin Christina Laube als Künstlerduo SOURATI ist an dem so eben passierten Swanseaplatz zu besichtigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mural in F6

Künstler: HERAKUT

Titel: My Superhero Power is Forgiveness

weitere Infos: www.stadt-wand-kunst.de

Nun reiht sich eine ganze Serie an Sehenswürdigkeiten ein. Angefangen mit dem Mannheimer Rathaus in E5 in H-Form mit seinen Arkaden, nebst Musikschule und städtischem Leihamt vis á vis - drei repräsentative Gebäude aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Blick hinein lohnt sich.

Ebenso auch in das imposante Jugendstilgebäude der Friedrich-List-Schule, dass sich ein kleines Stück weiter am Kabaretttheater "Klapsmühl am Rathaus" vorbei in D6 befindet. An der Fassade ist der Kurfürst Friedrich als Reiterfigur zu sehen. 

 

 

 

 

Rathaus in E5, rechts im Hintergrund die Musikschule Mannheim, in der die Künstler von Morgen musizieren

Klapsmühl am Rathaus, Spielplan:  www.klapsmuehl.eu

Hier auf dem Toulonplatz sind auch die Reiss-Engelhorn-Museen (REM) mit einem modernen Bau aus den 1980er Jahren und dem Zeughaus, einem Bau aus dem Frühklassizismus, in denen naturkundliche und archäologische Sammlungen zum einen und zum anderen Sammlungen zur Mannheimer Stadtgeschichte und Antike gezeigt werden. Dazu gehören das benachbarte Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst, in dem auch ZEPHYR, ein Raum für Fotografie untergebracht ist, und das Schillerhaus in B5. Ein ebenfalls am Toulonplatz geplanter Museumsbau mit Café, lässt mich hoffen, dass dieser schöne Ort endlich dazu einlädt, länger hier zu verweilen. 

Hinter dem Zeughaus befindet sich eine ehemalige Remise, in der nach liebevoller Renovierung heute ein Restaurant beheimatet ist. 

 

 

 

REM rund um den Toulonplatz in C5, www.rem-mannheim.de

Am Ende der Straße, an der es ums 3. Eck geht, verbindet eine Unterführung diese Seite der Quadrate mit dem Friedrichspark. An dieser Stelle stehen einige Gebäude, in denen neben dem Schloss die Universität untergebracht ist. Die etwas eigenwillige Grünfläche hier, wird voraussichtlich neuer Bauvorhaben zum Opfer fallen. Erst kürzlich ist nebenan ein neuer Komplex fertiggestellt worden. Das neue Forschungs- und Lehrgebäude fällt durch die besondere Fassadengestaltung auf. Die zahlreichen großen Fenster sind in mehreren Rahmen eingefasst, die Fassade erhält dadurch eine erfrischende Struktur und Lebendigkeit, die ich bei heutigen Neubauten schmerzlich vermisse. (Ein vergleichbarer Bau, ein Geschäftshaus, steht in der Freßgasse und hat mein Herz im Sturm erobert.) 

 

 

 

Ein neues Universitätsgebäude in B6 

Als Pendant steht vis á vis die Alte Sternwarte. Einige Male im Jahr wird sie durch den Verein Stadtbild Mannheim e.V. sonntags der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Aussichtsplattform bietet eine wirklich tolle Perspektive auf Mannheim! 

Dahinter ein weiteres Highlight der Mannheimer Sehenswürdigkeiten. Die Jesuitenkirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut, der Innenraum in einem späten Barockstil gestaltet. Grün, Rot, Weiß und Gold sind hier die vorherrschenden Farben. Durch Altar und Orgel imposant allemal. Die Kirche kann tagsüber besichtigt werden.

Auf dem gegenüberliegenden Quadrat ist der Schillerplatz, ein beliebter Ort bei Studenten. Eine Statue erinnert an den früheren Dramatiker, der hier an diesem Platz, an dem einst das Nationaltheater Mannheim stand, „Die Räuber“ uraufführen ließ. 

Alte Sternwarte in A4, Termine: www.stadtbild-mannheim.de

Jesuitenkirche im gleichen Quadrat, täglich geöffnet

 

 2. Streckenabschnitt der Route: Einmal im Quadrat

01   Swanseaplatz im Filsbachquartier in H6

02   Straße zum Hafenquartier Jungbusch

03   Theaterhaus in G7 in Mannheims letzter Gasse

04   Murals vom Projekt Stadt.Wand.Kunst in F5/F6

05   Rathaus, Musikschule, städtisches Leihamt in E5, E4 und D4

06   Toulonplatz in C5 mit den Reis-Engelhorn-Museen

07   Ehemalige Remise in C5

08   Alte Sternwarte und Universitätsgebäude in A4 bzw. in B6

09   Jesuitenkirche am Asamplatz in A4 und Schillerplatz in B3

 

 

Reine Laufzeit der Gesamtstrecke: 1 Std. und 20 Min.

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